Descriere
Pergament abecedar silabar
Anno Domini 590
- Syllabary school book
- Syllabarisches Schullbuch
- Abecedar silabar
- Slogovnik školske knjige
Photo 1. File; Blatt; Filă; List: 14. Recto; Photo 2. File; Blatt; Filă; List:15. Recto.
Photo 3. File; Blatt; Filă; List: 14. Verso. Photo 4. File; Blatt; Filă; List: 15. Verso
DEUTSCH
Das vorliegende Silbenbuch ist Teil der koptischen sahidischen Schrift, mit der Einfügung einiger griechischer Elemente, wobei jedes Symbol nicht nur ein Phonem (einen Buchstaben oder ein Zeichen) darstellt, sondern eine Silbe, in unserem Fall bestehend aus zwei, drei oder vier Buchstaben.
Der Text ist in schwarzer Tinte mit geraden Buchstaben geschrieben.
Weltweit ist nur ein Mini-Kodex erhalten geblieben, der 52 Manuskriptblätter enthält, eigentlich ein Schulbuch – das umfangreichste bekannte und bis heute erhaltene Schulbuch, das aus der hellenistischen Zeit bzw. aus dem römischen und byzantinischen Ägypten überliefert ist. Dieses Schulbuch gibt uns wertvolle Einblicke in die Komplexität der Zweisprachigkeit im späten alten Ägypten.
Wie viele aus Ägypten geborgene und in unseren Archiven aufbewahrte Papyri, gelangten diese beiden Blätter über den Antiquitätenmarkt zu uns – den Austausch von Ahnendokumenten mit verschiedenen Wissenschaftlern oder Institutionen, doch im vorliegenden Fall können wir nicht von einer sicheren Herkunft aus einer genau definierten Quelle sprechen.
Dies führt zu unterschiedlichen Interpretationen und verdeutlicht gleichzeitig ein grundlegendes Problem bei der Erklärung der Herkunft und des Inhalts einiger Papyri aus den sogenannten Schultexten des hellenistischen, römischen und byzantinischen Ägypten.
Wir stehen nicht nur vor dem Problem erheblicher Einschränkungen hinsichtlich der Interpretation des Inhalts des Manuskripts, sondern auch hinsichtlich des Bezugs auf den papyrologischen Rahmen, der traditionell den Interpretationsprozess strukturiert, und vor allem durch das völlige Fehlen eines archäologischen Kontexts übertroffen und somit entfernt wird.
Das Manuskript stammt aus einem Rahmenwerk, das weitere Informationen über dessen Abfassung und Verwendung hätte liefern können. Gerade das Fehlen solcher Informationen unterstreicht jedoch auch die Tendenz der Papyrologie, die materielle Identität der Texte zu ignorieren. Die Umstände, unter denen Lloyd Cotsen die 52 Blätter eines Minikodex entdeckte, sind völlig unbekannt, daher können zur Datierung nur paläographische Techniken verwendet werden.
Angesichts des aktuellen Stands der koptischen Paläographie weisen diese Techniken jedoch erhebliche Einschränkungen auf, so dass einige günstige Vergleiche hinsichtlich der Niederschrift des Textes durch verschiedene Schreiber angestellt werden können, der auf das 6. oder 7. Jahrhundert datiert werden kann. Die Bestimmung der Zahl der Schreiber dieser Handschrift stellt ein weiteres paläographisches Hindernis dar, da einige Seiten im Kodex offenbar unterschiedlich sind.
Das vorliegende Syllabar ist in sahidischer koptischer Schrift mit Beimischungen griechischer Elemente verfasst und besteht aus Gruppen von zwei, drei oder vier Buchstaben, die sich aus der Einfügung eines Vokals oder Diphthongs zwischen zwei Konsonanten ergeben, wobei der Text in vier Spalten mit jeweils 13 Zeilen angeordnet ist.
Die Konsistenz ergibt sich daraus, dass auf den vier Seiten in den Zeilen 1-6 jeweils drei Buchstaben, in den Zeilen 7-13 jeweils vier Buchstaben stehen. Wir finden die Inkonsistenz nur in Spalte zwei von Seite 14 recto, die in einer zukünftigen Arbeit sorgfältig analysiert wird. In jeder Spalte wechselt der zweite Konsonant ab, bis alle Konsonanten des Alphabets erschöpft sind.
Präsenz exotischer Lexeme ДАК/DAC – Zeile 1, Spalte drei, Blatt 15, Rückseite
Die beiden Pergamente enthalten auch andere Lexeme mit rumänischer Wahrnehmungsbedeutung: DAI, DIN, DOA, DOI, DUH usw., die wir berücksichtigen durch Zufallsübungen spezifisch für ein Alphabet.
Wissenschaftler sind der Meinung, dass Papyrologiestudien zur Integration papyrologischer und archäologischer Beweise führen, ein Phänomen, das diese Disziplin beeinflussen und dazu beitragen wird, methodischen Fragen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Die Buchstabenkombinationen sehen nicht griechisch aus. Was erkennbar ist – ein längliches Kreuz auf Seite 14, identisch mit dem letzten Buchstaben zusätzlicher demotischer Zeichen (aus der altägyptischen demotischen Schrift) [ti/de].
Es ist nicht klar, ob „Ipsilon” vorhanden ist oder ein demotisches Zeichen, das wie die südslawische Ligatur „uk” aussieht (im Koptischen wird es ähnlich wie im Südslawischen dž [dzhandhza] bezeichnet). Wir können beispielsweise nicht sagen, dass in ΔΟΥΔ und ΔΟΥΕ (Blatt 14, Rückseite) in beiden Fällen „Ipsilon” („y”). vorkommt.
Diese beiden Pergamentblätter stammen aus dem Codex, den Lloyd Cotsen (1929-2017) von Sam Fogg in London erworben hat und der heute in der Cotsen Children’s Library der Princeton University, New Jersey, USA, archiviert ist.
Die oben genannten Blätter (Nr. 14 und 15) fehlen im Originalkodex, da sie sicherlich schon vor langer Zeit entnommen und verkauft wurden.





